Zuckerbäcker: Ein Traditionshandwerk mit Zukunft

Auch in diesem Herbst starten wieder vier Lehrlinge (ein Bursche, drei Mädchen) in der Backstube des Wiener Traditionsbetriebes Groissböck die Ausbildung zum Zuckerbäcker. Dieser Handwerksberuf hat nicht nur Tradition sondern auch Zukunft: Gute Konditormeister und -meisterinnen sind nach wie vor gefragt und haben beste Chancen am Arbeitsmarkt.

Es ist vor allem die Liebe zu diesem Handwerk, die eine erfolgreiche Zuckerbäcker-Karriere ausmacht, wie Oliver Groissböck, Inhaber und Geschäftsführer des gleichnamigen Café & Konditorei-Betriebs, immer wieder betont. Oliver Groissböck, dessen Vater den Familienbetrieb vor mehr als 40 Jahren gegründet hat, ist zwar in das Unternehmen hineingewachsen. Die Leidenschaft aber für diesen Beruf brachte der Junior selbst mit. Nach seiner Ausbildung im Betrieb verbrachte er noch weitere Lehrjahre in Frankreich, um die Hohe Schule der Zuckerbäckerkunst noch besser kennen zu lernen. Umgesetzt wird alles nun in der eigenen Backstube. Und dort lassen sich auch jährlich junge Mädchen und Burschen von dem Beruf begeistern.

3 Lehrjahre in der Backstube
Der Beginn startet immer mit einigen Probetagen, damit sich die Jugendlichen ein Bild machen können, was sie in der Backstube erwarten wird. Nach dem Auswahlprozess werden bis zu fünf Bewerber und Bewerberinnen in das Team aufgenommen. Nun gilt es, alle Stationen in einer Backstube kennenzulernen und in den drei Lehrjahren alle Zuckerbäcker-Tätigkeiten auszuführen. Als Geselle und später als Meister kommen dann Eigenkreationen dazu, Kunstfertigkeit und vielleicht eine internationale Karriere.

Familiäres Arbeitsklima
Unter den ca. 80 Mitarbeitern bei Groissböck befinden sich 14 Lehrlinge, die meistens sehr rasch in das familiäre Arbeitsklima hineinwachsen und dieses auch schätzen. Viele bleiben nach ihrer Lehre auch im Betrieb. So wird auch die Qualität der Produkte gewährleistet, denn nicht umsonst zählt Groissböck mittlerweile zu den größten Hochzeitstortenproduzenten österreichweit. Handwerkliches Können, Kreativität und Liebe kann man eben nicht maschinell herstellen.

Wir haben einige Lehrlinge in der Backstube von Groissböck besucht: