Die Narren erwachen

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11.11. – an diesem Tag denken viele an den Faschingsbeginn und gönnen sich traditionellerweise einen Krapfen. Bei Groissböck herrscht an diesem Tag Hochbetrieb, zählen doch die frisch vor den Augen der Kunden herausgebackenen Wiener Schlemmerkrapfen zu den beliebtesten der Stadt. Aber warum gehören Fasching und dieses Backwerk zusammen? Der Krapfen war schon im Mittelalter ein Festessen, um vor der Fastenzeit noch kräftige und energiereiche Kost zu sich zu nehmen.

Apropos Geschichte: Wie kommt das mit dem 11.11.? Eigentlich ist der offizielle Faschingsbeginn der 7. Jänner. Denn mit diesem Tag ist auch die Weihnachtszeit zu Ende, denn nach dem mystischen Glauben unserer Vorfahren ist der 6. Jänner der letzte und höchste Tag der zwölf geheimnisvollen und gefährlichen Rauhnächte. Um Vorbereitungen für die Feste und Umzüge in der „närrischen Zeit“ zu treffen, benötigen die Faschingsvereine und -gilden aber eine gewisse Vorlaufzeit. Man hat sich überlegt, dass ein Zeitraum von etwa 2 Monaten  genügen müsste, um alle Veranstaltungen und Bälle in der Faschingszeit zu planen und zu organisieren und kam somit auf den 11. November.

An diesem Tag ist also nicht Faschingsbeginn, sondern es erwachen  die Faschingsnarren.

Dass gerade der 11.11. gewählt wurde, liegt daran, dass die Elf die traditionelle Zahl der Narren ist. Seit dem Mittelalter gilt die Zahl „11“ nämlich als närrische Zahl. Von Seite der Religion ist die Elf eine Zahl der Maßlosigkeit, der Sünde, eine teuflische Zahl: Sie ist um eine Zahl größer ist als die 10 Gebote und eine Zahl kleiner als die 12 Aposteln von Jesus. Zum Fasching, wo es ausgelassen und nicht immer gerade sehr christlich zugeht, ist hier eine Verbindung leicht herzustellen.

Also dann viel Spaß am 11.11. und verwöhnt euch mit den Groissböck-Krapfen!

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